26. Februar 2022

Drucker-Empfehlungen in der Nutztierpraxis

Ich versuche hier die Erfahrungen aus vielen Jahren mit Druckern bei Tierärzten zu beschreiben. Auch wenn in Zukunft immer mehr mit PDF und E-Mail gearbeitet wird, kommen wir wahrscheinlich noch lange Zeit nicht ohne Drucker aus. In diesem Beitrag geht es vor allem ums Drucken im Auto. In der Ordination, wo genug Platz ist und die Stromversorgung auch kein Problem ist, kann so gut wie jeder Drucker betrieben werden.

Grundsätzlich: Ausgedruckte Dokumente tragen zu einem Bild der Tierarztpraxis beim Kunden bei und deshalb ist es vielleicht nicht ganz unwichtig, darauf zu achten, wie die Dokumente aussehen, die gedruckt oder versendet werden.

Das Praxisprogramm kann drei Arten von Druckern ansteuern:

  1. Normale Drucker mit A4-Einzug, in denen auch halbe A4-Blätter liegen können.
  2. Drucker für Klebeetiketten.
  3. Papierstreifen-Drucker.

Alle drei Druckertypen können alle Arten drei Arten von Dokumenten drucken (Quittungen für Bar- oder Kartenzahlungen, Abgabebelege, Besamungsscheine). Das Praxisprogramm kann für jeden Zweck einen anderen Drucker ansteuern. Also z.b. Besamung auf ein Klebeetikett, Abgabebeleg am großen Papier und die Quittung auf den Papierstreifen.

Drucker für normales Papier im A4-Format im Auto

Im Auto hängt das vor allem von der Stromversorgung und dem Platz ab. Bei viel Platz und normaler 230-Volt-Stromversorgung empfehle ich entweder einen billigen Tintenstrahldrucker mit Blatteinzug unten, wo viele Blätter hineinpassen, oder einen Laserdrucker, wenn der Wechselrichter mindestens 2000 Watt leistet.

Meine Empfehlung, falls es keine Stromversorgung gibt und/oder wenig Platz im Auto ist:

Der HP Officejet 200 Mobile Printer.

An der schwarzen Rückwand lehnt das Papier, das eingezogen wird. Stabiler wird die Sache, wenn man nur halbe A4-Blätter hineinsteckt. Also mit der vollen 21 cm Breite, aber nur halb so hoch.

Das sieht dann am Beispiel einer Trockensteller-Abgabe so aus (personenbezogene Daten von mir überdeckt):

Tintenstrahldrucker sind die teuerste Art zu Drucken. Bei vielen Blättern kommt da schon etwas an Aufwand zusammen, weil die Tintenpatronen auch nicht billig sind. Deshalb versuchen wir normalerweise den Text eher klein zu halten.

Drucker für Klebeetiketten

Meine Empfehlung: Der Dymo Labelwriter 450. Der Drucker kostet zwar inzwischen mindestens das Doppelte, wie noch vor wenigen Jahren, und die Etiketten je nach Größe 1 bis 10 Cent, aber wenn man Klebeetiketten braucht, ist das eine gute Möglichkeit.

Die größeren Pickerl haben 101 x 54 Millimeter und eigenen sich für Abgabebelege, Besamungsscheine und Quittungen.

Kleine Pickerl eignen sich zum Beispiel als Aufkleber auf abgegebene Medikamente. Die Anzahl der erforderlichen Etiketten wird im Behandlung-Erfassen-Fenster der Praxisverwaltung eingestellt.

Ein Vorteil dieses Labeldruckers ist seine einfache Stromversorgung. Mit einem Adapter um unter 20 Euro lässt er sich im Auto am Zigarettenanzünder betreiben, falls keine 230 Volt zur Verfügung stehen.

Papierstreifen-Drucker

Die billigste und schnellste Art zu drucken ist auf Papierstreifen. Die Rollen sind 80 Millimeter breit, 80 Meter lang und kosten ca. 2 Euro. Außer Papier fällt kein Aufwand an.

Meine Empfehlung: Der Epson TM-T20III:

Kostet ca. 170 Euro. Anschluss mit USB (beim Kauf darauf achten), Strom über 230-Volt-Steckdose.

Druckt 15 cm pro Sekunde und fängt damit auch sehr schnell an. Da hat ein Laser- oder Tintenstrahldrucker noch nicht mit dem Drucken begonnen, ist so ein Papierstreifen-Drucker schon fertig.

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